innen:aussergewöhnlich

MIT RESPEKTGESTALTEN

Eine 50 Jahre alte Villa mit komplett erhaltenem Einrichtungsbestand ist eine reizvolle Aufgabe für eine Architektin. Ich konnte dem Impuls sehr gut widerstehen, alles neu zu machen. Denn ich bin der Meinung, dass wir im hier und jetzt niemals einen komplett zeitlosen Still treffen werden. Vielmehr entsteht zeitlose Eleganz durch die Verbindung von Altem mit Neuem, durch humorvoll zu treffende Entscheidungen, durch respektvollen Umgang mit den vorhandenen und bewährten Elementen. Manches darf man dann bewahren, obwohl man es heute anders gestalten würde. Was wissen wir schon, wie wir in 50 Jahren denken?

MIT RESPEKT GESTALTEN

Diese absolut stilvolle Villa, damals wie auch noch kurz vor Beginn der Umbauten, ist durch eine fast demütige Herangehensweise mit jedoch endlos vielen Ideen zum Detail zu einem Zuhause für die nächste Generation geworden.

Fotograf Deniz Saylan hat die Räume für uns festgehalten.

Arbeitszimmer einer Dame. Zwei Sessel Cordia Lounge von COR in zwei verschiedenen Polsterfarben, üppiger Vorhang von MiraX, Fussboden und Fensterbank Mafi Naturholzdielen, drei Deckenleuchten von Slamp, Steh- und Deckenleuchten Occhio.

Das Arbeitszimmer dieses wunderschönen Hauses durfte seinen Einbauschrank und den antiken Schreibtisch gerne behalten – wir haben dem Zimmer  eine neue, weibliche Note gegeben, indem wir Schrankfarbe, Boden und Sessel verändert haben.

Die ursprüngliche Schrankwand wurde erhalten und in einem cremefarbenen Weisston, der vorort lackiergespitzt wurde. Lediglich die Profilierungen wurden rückgebaut. Als neues Highlight bekamen die Schranknischentüren eine neue Schicht aus edlem schweizer Elsbeere Furnier und die Rückwände der grossen Nischen wurden aus akustischen Gründen mit wollfarbenem Filz bespannt. Der Boden ist hell geseiftes Naturholz von Mafi, die Fensterbank hingegen ist geräuchert und geseift vom gleichen Material. Der Blick nach draussen ist Stuttgart – schöner Arbeiten ist kaum möglich!
Das Orginale Gäste WC, lediglich aufgepeppt mit einem nischenfüllenden Spiegel und kleinen Lüstern, sowie Kupfer-farbene Accessoires von Decor Walter.
Das Esszimmer war eine besondere Herausforderung. Es verfügte über über Stilmöbel mit Kassette und Schnörkel, Lüster an Wand und Decke, sowie wunderbare Details wie eine im Tisch versenkte Ruftaste. Letztendlich entschieden wir uns, die meisten Teile zu erhalten und ihnen einen ausdrucksstarken Tisch in Oliveesche mit Tromptenfuss plus Schalenstühle im augenblicklichen Zeitgeist entgegenzusetzen. Eine Kalkpressputzwand und ein speziell beleuchtetes Gemälde runden den Raum ab. (Sie sehen oben links im Bild die neue Lichtquelle für die Beleuchtung der blauen Kunst). Die Ruftatse gibt es natürlich auch wieder.
Runder Teppich Silk von Object Carpet bringt die gewollte Lebendigkeit durch seinen wilden Nutzungsspiegel. Vorhänge von Sahco, Stühle von Freifrau mit Sonderlackierung in Silberanthrazit und Kvadratstoff in Patrizia Urquiola Farbe.

Der Abgang in den Keller ist mit simplen Gesten gestaltet: Die Weinkistensammlung der Bauherrin macht neugierig, was als nächstes kommt. Eine schlichte Hanfkordel dient als Geländer. Der Rest lebt von der hochwertig verputzen Wandfläche.

Die Hausbar im Orginalzustand wurde erhalten, samt gebeizter Holzvertäfelung und Rückwand. Die neuen Wandleuchten Clessidra von Flos sehen aus, wie für diese Situation entworfen. Barstühle und -front sind neu bezogen mit Sahcostoffen.
Von der Bar geht es über eine geschwungene Stufe ins Wohnzimmer. Auch dort sind die gebeizte orginale Bücherwand und Rundbogentür gegebener Bestandteil des Ensembles.
Alt und Neu und Farbe als Akzent. Sessel Easy Chair, Leuchten Oligo, Plexiglaskomposition auf den Heizkörpern von Vitropan.
Kaum zu glauben, der Garderobenschrank in Rosegold ist orginal 60er Jahre.
Das Entree wurde fast vollkommen erhalten. Eine Glaskugelleuchte von Bocci spannt sich über zwei Stockwerke, hochwertige Wandbearbeitungen und abgestimmte Wandfarben, sowie ein neuer Teppich auf den Stufen.
Im Detail betrachtet: Nische für Kunst samt abgestimmter Beleuchtung hierfür.
Der Blick ins Obergeschoss. Ein Augenzwinkern in Form von Kirschen und Kugeln vermischt sich mit dem herrschaftlichen Geländer, Stufen und Flur sind mit verhältnismäßig simplem Poodle-Teppich in beige ausgelegt.
Alt und Neu: Neu ist hier vorallem der gemütliche und gesunde Naturholzdielenboden in weiss geseifter Eiche (von Mafi) statt eines Fliesenbodens.
…und natürlich die Sofalandschaft. Die Elemente hatten die Aufgabe, einen sehr großen Raum lässig zu befüllen. Sofa: Edra, Teppiche: Kymo, Stehleuchen: Balada: Tisch: Sarah Maier Collection.
Blick fürs Detail. Die beleuchtete Statuen-Nische bekam einen hellblauen Anstrich im ansonsten in unterschiedlichen Weisstönen gehaltenen Wohnraum. Eigens für dieses Projekt wurden die Füße der Stehleuchten (Balada) von uns Orange lackiert. Als Augenzwinkern und fröhlich stimmenden Farbtupfer.
Der antike Sekretär aus Bestand wurde von einem mit Sahco-Stoff bezogenen Tectahocker und kleinem Gemälde orange umrahmt. Vorhänge von Designer’s Guild.
Bleiben durfte die Wohnwand, sogar im typischen Beizton der 60er Jahre. Lediglich neue Leuchten (Flos) und anders inszenierte Nischen wurden eingebracht (statt des Schallplattenspielers leuchtet ein Hund von Jeff Koons).
Sofa Standard von Edra auf zweierlei Teppichen von Kymo mit dem skulpturalen Couchtisch aus der Sarah Maier Collection. Beistelltische von Walter Knoll. Hinter der großen Vorhangfläche parkt der an einem grossen Schwenkarm befestigte Fernsehbildschirm.

Haben Sie auch ein Projekt, für das Sie einen Kompetenten Partner suchen?

Wir sanieren mit Herz und Verstand und viel Respekt für die Substanz. Die Kombination aus Architekturbüro und Schreinerei ist in der Region einzigartig. Das sehen Sie an unseren Ergebnissen. Dabei ist uns das Gestalten von innen nach aussen wichtig, denn zuallererst müssen Ihre Räumen funktionieren und Sie sich innen wohl fühlen.

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